Allgemeine Geschäftsbedingungen

1. Abschluss des Pauschalreisevertrags
1.1. Reiseanmeldungen können mündlich, telefonisch, durch E-Mail, SMS oder
Fax erfolgen. Der Reisevertrag soll mit den Formularen des Reiseveranstalters
(Reiseanmeldung und Reisebestätigung) einschließlich sämtlicher Abreden,
Nebenabreden und Vorgaben des Reisenden geschlossen werden. Bei
Vertragsschluss erhält der Reisende durch E-Mail, Fax oder SMS etc. die
Reisebestätigung, die auch als Bestätigung des Vertrags dient und § 651d Abs. 3
S. 2 BGB entspricht. Sind beide Teile bei Vertragsschluss anwesend oder wird der
Vertrag außerhalb der Geschäftsräume des Veranstalters geschlossen, so hat der
Reisende Anspruch auf eine Bestätigung des Vertrags in Papierform.
1.2. An die Reiseanmeldung ist der Reisende 10 Tage, bei Reiseanmeldung per
Fax, E-Mail und SMS 5 Tage, gebunden. Innerhalb dieser Frist wird die Reise durch
den Veranstalter bestätigt.
1.3. Telefonisch nimmt der Veranstalter, worauf der Reisende ausdrücklich
hinzuweisen ist, lediglich verbindliche Reservierungen vor. Danach soll der
Reisevertrag nach Ziff. 1.1. geschlossen werden.
1.4. Eine von der Reiseanmeldung abweichende oder nicht rechtzeitige
Reisebestätigung ist ein neuer Vertragsantrag, an den der Veranstalter 10 Tage
gebunden ist und den der Reisende innerhalb dieser Frist annehmen kann.
1.5. Buchungen im elektronischen Geschäftsverkehr richten sich nach den
Erläuterungen auf unserer Internetseite und den dort abrufbaren Reisebedingungen.
1.6. Bei Reiseanmeldungen über Internet bietet der Reisende dem
Veranstalter den Abschluss des Reisevertrags durch Betätigung des Buttons
„zahlungspflichtig buchen“ verbindlich an. Dem Kunden wird der Eingang seiner
Buchung (Reiseanmeldung) unverzüglich auf elektronischem Weg bestätigt
(nur Eingangsbestätigung, keine Annahme). Die Annahme erfolgt durch die
Reisebestätigung innerhalb von 3 Tagen. Im Übrigen sind die Hinweise für Buchung
und Reisebestätigung auf der Internetseite maßgeblich.
2. Vermittelte Leistungen – weitere erst nach Beginn der Reise erbrachte
Leistungen
2.1. Bei ausdrücklich und eindeutig im Prospekt, den Reiseunterlagen und in den
sonstigen Erklärungen als vermittelt bezeichneten zusätzlichen Nebenleistungen
(Besuch von Veranstaltungen etc.) sind wir nicht Veranstalter, sondern lediglich
Vermittler i.S. des § 651v BGB. Als Vermittler haften wir insofern grundsätzlich
nur für die Vermittlung (einschließlich von uns zu vertretender Buchungsfehler
nach § 651x BGB), nicht jedoch für die vermittelten Leistungen selbst (vgl. §§ 675,
631 BGB). Unsere vertragliche Haftung als Vermittler ist ausgeschlossen, soweit
nicht Körperschäden, Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit vorliegen, Hauptpflichten
aus dem Reisevermittlervertrag betroffen sind, eine zumutbare Möglichkeit zum
Abschluss einer Versicherung besteht oder eine vereinbarte Beschaffenheit fehlt.
2.2. Für Leistungen, die erst nach Beginn der Erbringung einer Pauschalreiseleistung
vom Reisenden z.B. am Urlaubsziel ausgewählt werden, ist ebenfalls Ziff. 2.1.
maßgeblich.
3. Pass-, Visa- und gesundheitspolizeiliche Formalitäten
3.1. Der Veranstalter unterrichtet den Reisenden vor der Reiseanmeldung über
allgemeine Pass- und Visumerfordernisse einschließlich der ungefähren Fristen
für die Erlangung von Visa sowie über gesundheitspolizeiliche Formalitäten des
Bestimmungslands (einschließlich zwischenzeitlich eingetretener Änderungen).
3.2. Nach Erfüllung der Informationspflicht gemäß Ziff. 3.1. hat der Reisende selbst
die Voraussetzungen für die Reiseteilnahme zu schaffen und die erforderlichen
Reiseunterlagen mitzuführen, sofern sich der Veranstalter nicht ausdrücklich zur
Beschaffung der Visa oder Reiseunterlagen bzw. Bescheinigungen etc. verpflichtet
hat.
3.3. Kann die Reise infolge fehlender persönlicher Voraussetzungen nicht
angetreten werden, so ist der Reisende hierfür verantwortlich, wenn dies allein auf
sein schuldhaftes Verhalten zurückzuführen ist (z.B. ungültiges Visum, fehlende
Impfung). Insofern gilt Ziff. 9. (Rücktritt) entsprechend.
4. Zahlungen
4.1. Das Fordern oder Annehmen von Zahlungen (An- bzw. Restzahlung) des
Reisenden ist nach Abschluss des Vertrags nur bei Bestehen eines wirksamen
Kundengeldabsicherungsvertrags und Übermittlung des Sicherungsscheins
zulässig.
4.2. Nach Abschluss des Reisevertrags sind 20 % des Reisepreises zu zahlen,
soweit die Parteien keine abweichende ausdrückliche Vereinbarung treffen.
4.3. Der Restbetrag ist auf Anforderung frühestens drei Wochen vor Reisebeginn
Zug um Zug gegen Aushändigung der vollständigen Reiseunterlagen, soweit
für die Reise erforderlich und/oder vorgesehen (z.B. Hotelgutschein oder
Beförderungsschein), zu zahlen. Für Reisen mit einer Mindestteilnehmerzahl ist
der Restbetrag zu zahlen, wenn der Veranstalter nicht mehr nach Ziff. 13. (siehe
unten) zurücktreten kann.
4.4. Vertragsabschlüsse zwei Wochen vor Reisebeginn verpflichten den
Reisenden zur sofortigen Zahlung des gesamten Reisepreises Zug um Zug gegen
Aushändigung der vollständigen Reiseunterlagen, soweit für die Reise erforderlich
und/oder vorgesehen (z.B. Hotelgutschein oder Beförderungsschein).
4.5. Sofern der Reisende die fälligen Zahlungen (An- und Restzahlung) nicht
leistet, kann der Reiseveranstalter nach Mahnung und angemessener Fristsetzung
vom Vertrag zurücktreten und eine Rücktrittsentschädigung nach Ziff. 9. (siehe
unten) verlangen.
5. Leistungen und Pflichten
5.1. Der Veranstalter behält sich Änderungen vom Prospekt/Katalog vor,
insbesondere Änderungen der Leistungsbeschreibung sowie der Preise. Er darf
eine konkrete Änderung der Prospekt- und Preisangaben erklären, wenn er den
Reisenden vor Reiseanmeldung hierüber informiert.
5.2. Der Veranstalter hat Informationspflichten vor Reiseanmeldung, soweit dies für
die vorgesehene Pauschalreise erheblich ist, nach § 651d Abs. 1 BGB zu erfüllen
(insbesondere über wesentliche Eigenschaften der Reise, Reisepreis, An- und
Restzahlung, Mindestteilnehmerzahl, Rücktrittsentschädigungen, Formblatt für
Pauschalreisen).
5.3. Vertragsinhalt und Leistungen bestimmen sich nach den vor Reisebeginn
gemachten Angaben des Veranstalters nach Ziff. 5.1. und insbesondere den
vereinbarten Vorgaben des Reisenden, soweit nicht ausdrücklich anderes
vereinbart ist. Sie sollen in der Reiseanmeldung und Reisebestätigung enthalten
sein (siehe oben Ziff. 1.). Außerdem ist dem Reisenden, sofern nicht bereits in der
Annahme des Antrags (Reisebestätigung – siehe oben Ziff. 1.) bei Vertragsschluss
enthalten, unverzüglich nach Vertragsschluss eine vollständige Reisebestätigung
oder Abschrift des Vertrags zur Verfügung zu stellen.
5.4. Der Veranstalter hat über seine Beistandspflichten zu informieren und diese
nach § 651q BGB zu erfüllen, wenn sich der Reisende z.B. hinsichtlich der
vereinbarten Rückbeförderung oder anderen Gründen in Schwierigkeiten befindet.
Bei vom Reisenden verschuldeten Umständen kann der Veranstalter Ersatz
angemessener und tatsächlich entstandener Aufwendungen verlangen.
5.5. Der Veranstalter hat dem Reisenden rechtzeitig vor Reisebeginn die
notwendigen Reiseunterlagen zu übermitteln (Gutscheine, Fahrkarten,
Eintrittskarten etc.) und über nach Vertragsschluss eingetretene Änderungen zu
unterrichten (siehe auch Ziff. 6. und Ziff. 7.).
5.6. Preis- und Leistungsänderungen nach Vertragsschluss sind in Ziff. 6. sowie
Ziff. 7. geregelt.
6. Unerhebliche und erhebliche Leistungsänderungen
6.1. Unerhebliche Änderungen der Reiseleistungen durch den Veranstalter sind
einseitig zulässig, aber nur wirksam, wenn sie der Veranstalter gegenüber dem
Reisenden z.B. durch E-Mail, Fax, SMS oder in Papierform klar, verständlich und
in hervorgehobener Weise vor Reisebeginn erklärt. Die Rechte des Reisenden bei
Reisemängeln bleiben hiervon unberührt.
6.2. Erhebliche Vertragsänderungen sind nicht einseitig und nur unter den
konkreten Voraussetzungen des § 651g BGB vor Reisebeginn zulässig, über die
der Veranstalter ausdrücklich z.B. durch E-Mail, Fax, SMS oder in Papierform
zu unterrichten hat. Der Reisende kann zurücktreten oder die angebotene
Vertragsänderung bzw. Ersatzreise innerhalb der Annahmefrist des Veranstalters
annehmen. Ohne fristgemäße Erklärung des Reisenden gilt das Angebot des
Veranstalters als angenommen. Im Übrigen ist § 651g Abs. 3 BGB anzuwenden.
6.3. Wird die erhebliche Änderung oder die Ersatzreise angenommen, so hat der
Reisende Anspruch auf Minderung (§ 651m Abs. 1 BGB), wenn die Ersatzreise
nicht mindestens gleichwertig ist. Ergeben sich durch die Änderung für den
Veranstalter geringere Kosten, so sind dem Reisenden die geringeren Kosten zu
erstatten (§ 651m Abs. 2 BGB).
7. Preiserhöhung und Preissenkung vor Reisebeginn
7.1. Der Veranstalter kann Preiserhöhungen bis 8 % des Reisepreises einseitig
nur bei Vorliegen der Gründe für die Erhöhung aus sich unmittelbar ergebenden
und nach Vertragsschluss erhöhten Beförderungskosten (Treibstoff, andere
Energieträger), oder erhöhten Steuern und sonstigen Abgaben (Touristenabgaben,
Hafen- oder Flughafengebühren), oder geänderter für die Pauschalreise geltenden
Wechselkurse vornehmen. Die hierauf beruhenden Änderungen des vereinbarten
und geänderten Reisepreises (Differenz) werden entsprechend der Zahl der
Reisenden errechnet, auf die Person umgerechnet und anteilig erhöht. Unterrichtet
der Veranstalter den Reisenden durch E-Mail, Fax, SMS, in Papierform etc. nicht
klar und verständlich über die Preiserhöhung, die Gründe und die Berechnung
spätestens bis 20 Tage vor Reisebeginn, ist die Preiserhöhung nicht wirksam.
7.2. Übersteigt die nach Ziff. 7.1. vorbehaltene Preiserhöhung 8 % des
Reisepreises, kann der Veranstalter sie nicht einseitig, sondern nur unter den
engen Voraussetzungen des § 651g BGB vornehmen. Er kann dem Reisenden
insofern eine entsprechende Preiserhöhung anbieten und verlangen, dass der
Reisende sie innerhalb der vom Veranstalter bestimmten angemessenen Frist
annimmt oder zurücktritt. Einzelheiten ergeben sich aus § 651g BGB.
7.3. Der Reisende kann eine Senkung des Reisepreises verlangen, wenn und
soweit sich die in Ziff. 7.1. genannten Preise, Abgaben oder Wechselkurse nach
Vertragsschluss und vor Reisebeginn geändert haben und dies zu niedrigeren
Kosten für den Veranstalter führt. Hat der Reisende mehr als den hiernach
geschuldeten Betrag gezahlt, ist der Mehrbetrag vom Reiseveranstalter zu
erstatten. Der Veranstalter darf von dem zu erstattenden Mehrbetrag die ihm
tatsächlich entstandenen Verwaltungsausgaben abziehen. Er hat dem Reisenden
auf dessen Verlangen nachzuweisen, in welcher Höhe Verwaltungsausgaben
entstanden sind.
8. Vertragsübertragung – Ersatzreisende
8.1. Der Reisende kann innerhalb einer angemessenen Frist, in jedem Fall bei
Zugang nicht später als sieben Tage vor Reisebeginn in Papierform, durch E-Mail,
Fax, SMS etc. erklären, dass statt seiner ein Dritter in die Rechte und Pflichten aus
dem Pauschalreisevertrag eintritt.
8.2. Der Veranstalter kann dem Eintritt des Dritten widersprechen, wenn dieser die
vertraglichen Reiseerfordernisse nicht erfüllt.
8.3. Tritt ein Dritter in den Vertrag ein, haften er und der Reisende dem Veranstalter
als Gesamtschuldner für den Reisepreis und die durch den Eintritt des Dritten
entstehenden Mehrkosten. Der Reiseveranstalter darf eine Erstattung von
Mehrkosten nur fordern, wenn und soweit diese angemessen und ihm tatsächlich
entstanden sind.
8.4. Der Veranstalter hat dem Reisenden nachzuweisen, in welcher Höhe durch
den Eintritt des Dritten Mehrkosten entstanden sind.

9. Rücktritt des Reisenden vor Reisebeginn – Nichtantritt der Reise
9.1. Vor Reisebeginn kann der Reisende jederzeit vom Vertrag zurücktreten. Der
Rücktritt sollte schriftlich oder in Textform (E-Mail, Fax, SMS) gegenüber dem
Veranstalter erfolgen. Ausreichend ist der Rücktritt gegenüber dem Reisevermittler.
Maßgeblich ist der Zugang des Rücktritts bei dem Veranstalter oder Vermittler.
9.2. Tritt der Reisende vom Vertrag zurück oder tritt er die Reise nicht an, verliert
der Reiseveranstalter den Anspruch auf den vereinbarten Reisepreis. Der
Reiseveranstalter kann jedoch eine angemessene Entschädigung bei Busreisen
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nach Ziff. 9.3. verlangen. Bei den sonstigen Reisen gilt Ziff. 9.5.
9.3. Unsere Entschädigungspauschalen
Busreisen
bis 30 Tage vor Reisebeginn 20 %
ab 29. Tag vor Reisebeginn 45 %
ab 14. Tag vor Reisebeginn 60 %
ab 7. Tag vor Reisebeginn 95 %
Flug- und Schiffsreisen
bis 60 Tage vor Reisebeginn 20 %
ab 59. Tag vor Reisebeginn 50 %
ab 29. Tag vor Reisebeginn 70 %
ab 14. Tag vor Reisebeginn 90 %
9.4. Dem Reisenden wird ausdrücklich der Nachweis gestattet, dass der Anspruch
auf Entschädigung nicht entstanden oder die Entschädigung wesentlich niedriger
als die angeführte Pauschale sei.
9.5. Bei Reisen, die nicht unter Ziff. 9.3. fallen, bestimmt sich die Höhe
der Entschädigung nach dem Reisepreis abzüglich des Werts der vom
Reiseveranstalter ersparten Aufwendungen sowie abzüglich dessen, was er
durch anderweitige Verwendung der Reiseleistungen erwirbt. Der Veranstalter hat
insoweit auf Verlangen des Reisenden die Höhe der Entschädigung zu begründen.
9.6. Nach dem Rücktritt des Reisenden ist der Veranstalter zur Rückerstattung des
Reisepreises verpflichtet. Die Rückerstattung hat unverzüglich, auf jeden Fall aber
innerhalb von 14 Tagen nach Zugang der Rücktrittserklärung, zu erfolgen.
9.7. Abweichend von Ziff. 9.2. kann der Reiseveranstalter vor Reisebeginn keine
Entschädigung verlangen, wenn am Bestimmungsort oder in dessen unmittelbarer
Nähe unvermeidbare, außergewöhnliche Umstände auftreten, die die Durchführung
der Pauschalreise oder die Beförderung von Personen an den Bestimmungsort
erheblich beeinträchtigen. Umstände sind unvermeidbar und außergewöhnlich
i.S. dieses Untertitels, wenn sie nicht der Kontrolle der Partei unterliegen, die sich
hierauf beruft und sich ihre Folgen auch dann nicht hätten vermeiden lassen, wenn
alle zumutbaren Vorkehrungen getroffen worden wären.
10. Umbuchungen und Änderungen auf Verlangen des Reisenden
10.1. Grundsätzlich besteht nach Vertragsschluss kein Anspruch des Reisenden
auf Änderungen des Vertrags. Der Veranstalter kann jedoch, soweit für ihn möglich,
zulässig und zumutbar, Wünsche des Reisenden berücksichtigen.
10.2. Verlangt der Reisende nach Vertragsschluss Änderungen oder Umbuchungen,
so kann der Veranstalter bei Umbuchungen etc. als Bearbeitungsentgelt
pauschaliert 15 EURO verlangen, soweit er nicht nach entsprechender
ausdrücklicher Information des Reisenden ein höheres Bearbeitungsentgelt oder
eine höhere Entschädigung nachweist, deren Höhe sich nach dem Reisepreis
unter Abzug des Werts der vom Reiseveranstalter ersparten Aufwendungen sowie
dessen bestimmt, was der Reiseveranstalter durch anderweitige Verwendung der
Reiseleistungen erwerben kann.
11. Reiseabbruch
Wird die Reise nach Reisebeginn infolge eines Umstandes abgebrochen oder
wird eine Leistung aus einem Grund nicht in Anspruch genommen, der in der
Sphäre des Reisenden liegt (z.B. Krankheit), so hat der Veranstalter bei den
Leistungsträgern die Erstattung ersparter Aufwendungen sowie erzielter Erlöse
für die nicht in Anspruch genommenen Leistungen zu erreichen, sofern es sich
nicht um völlig unerhebliche Leistungen handelt oder gesetzliche oder behördliche
Bestimmungen dem entgegenstehen.
12. Kündigung bei schwerer Störung durch den Reisenden –
Mitwirkungspflichten
12.1. Der Veranstalter kann den Reisevertrag fristlos kündigen, wenn der
Reisende trotz Abmahnung erheblich weiter stört, so dass seine weitere Teilnahme
für den Veranstalter und/oder die Reisenden nicht mehr zumutbar ist. Dies gilt
entsprechend auch, wenn der Reisende sich nicht an sachlich begründete Hinweise
hält. Dem Veranstalter steht in diesem Fall der Reisepreis weiter zu, soweit sich
nicht ersparte Aufwendungen und Vorteile aus einer anderweitigen Verwertung der
Reiseleistung(en) ergeben. Schadensersatzansprüche des Veranstalters bleiben
insofern unberührt.
12.2. Der Reisende soll die ihm zumutbaren Schritte (z.B. Information des
Veranstalters) unternehmen, um drohende ungewöhnlich hohe Schäden
abzuwenden oder gering zu halten.
13. Nichterreichen der Mindestteilnehmerzahl
13.1. Der Veranstalter hat den Reisenden vor Reiseanmeldung und in der
Reisebestätigung über Mindestteilnehmerzahl und Frist zu informieren.
13.2. Der Veranstalter kann vor Reisebeginn vom Vertrag zurücktreten, wenn
sich für die Pauschalreise weniger Personen als die im Vertrag angegebene
Mindestteilnehmerzahl angemeldet haben.
13.3. Ist die Mindestteilnehmerzahl nach Ziff. 13.1. nicht erreicht und will der
Veranstalter zurücktreten, hat der Veranstalter den Rücktritt innerhalb der im
Vertrag bestimmten Frist zu erklären, jedoch spätestens bei einer Reisedauer von
mehr als sechs Tagen 20 Tage, bei einer Reisedauer von zwei bis höchstens sechs
Tagen 7 Tage und bei einer Reisedauer von weniger als zwei Tagen 48 Stunden –
jeweils vor Reisebeginn.
13.4. Tritt der Reiseveranstalter vom Vertrag zurück, verliert er den Anspruch auf
den vereinbarten Reisepreis.
13.5. Der Veranstalter ist infolge des Rücktritts zur Rückerstattung des Reisepreises
verpflichtet und hat die Rückerstattung unverzüglich, auf jeden Fall aber innerhalb
von 14 Tagen nach dem Rücktritt, zu leisten.
14. Rücktritt des Veranstalters bei unvermeidbaren, außergewöhnlichen
Umständen
14.1. Der Veranstalter kann vor Reisebeginn vom Vertrag zurücktreten, wenn
er aufgrund unvermeidbarer, außergewöhnlicher Umstände an der Erfüllung
des Vertrags gehindert ist und er den Rücktritt unverzüglich nach Kenntnis vom
Rücktrittsgrund erklärt.
14.2. Durch den Rücktritt nach Ziff. 14.1. verliert der Veranstalter den Anspruch auf
den vereinbarten Reisepreis, ist zur Rückerstattung des Reisepreises verpflichtet
und hat insofern unverzüglich, auf jeden Fall aber innerhalb von 14 Tagen nach
dem Rücktritt, die Rückerstattung zu leisten.
15. Reisemängel, Rechte und Obliegenheiten des Reisenden
15.1. Mängelanzeige durch den Reisenden
Der Reisende hat dem Veranstalter einen Reisemangel unverzüglich anzuzeigen.
Wenn der Veranstalter wegen der schuldhaften Unterlassung der Anzeige durch
den Reisenden nicht Abhilfe schaffen konnte, kann der Reisende keine Minderung
nach § 651m BGB oder Schadensersatz nach § 651n BGB verlangen.
15.2. Adressat der Mängelanzeige
Reisemängel sind während der Reise bei der Reiseleitung anzuzeigen. Ist eine
Reiseleitung oder ein Vertreter des Veranstalters nicht vorhanden oder nicht
vereinbart, sind Reisemängel, sofern eine schnelle Verbindung möglich ist, direkt
beim Veranstalter oder der in der Reisebestätigung angeführten Kontaktstelle oder
dem Reisevermittler anzuzeigen (E-Mail, Fax, Telefonnummern ergeben sich aus
der Reisebestätigung).
15.3. Abhilfeverlangen und Selbstabhilfe
Der Reisende kann Abhilfe verlangen. Der Veranstalter hat darauf den Reisemangel
zu beseitigen. Adressat des Abhilfeverlangens ist die Reiseleitung. Im Übrigen gilt
Ziff. 15.2. (siehe oben).
Wenn der Veranstalter nicht innerhalb der vom Reisenden gesetzten
angemessenen Frist abhilft, kann der Reisende selbst Abhilfe schaffen und Ersatz
der erforderlichen Aufwendungen verlangen. Wird die Abhilfe verweigert oder ist
sie sofort notwendig, bedarf es keiner Frist.
Der Veranstalter kann die Abhilfe nur verweigern, wenn sie unmöglich ist oder unter
Berücksichtigung des Ausmaßes des Reisemangels und des Werts der betroffenen
Reiseleistung mit unverhältnismäßigen Kosten verbunden ist. In diesen Fällen gilt
§ 651k Abs. 3 bis Abs. 5 BGB. Der Veranstalter ist verpflichtet, den Reisenden
über Ersatzleistungen, Rückbeförderung etc. und Folgen konkret zu informieren
und seine Beistandspflichten zu erfüllen (vgl. § 651q BGB).
15.4. Minderung
Für die Dauer des Reisemangels mindert sich nach § 651m BGB der Reisepreis.
Auf Ziff. 15.1. (siehe oben) wird verwiesen.
15.5. Kündigung
Wird die Pauschalreise durch den Reisemangel erheblich beeinträchtigt, kann der
Reisende den Vertrag nach Ablauf einer von ihm zu setzenden angemessenen
Frist kündigen. Verweigert der Veranstalter die Abhilfe oder ist sie sofort notwendig,
kann der Reisende ohne Fristsetzung kündigen. Die Folgen der Kündigung ergeben
sich aus § 651l Abs. 2 und Abs. 3 BGB.
15.6. Schadensersatz
Der Reisende kann unbeschadet der Minderung oder der Kündigung
Schadensersatz nach § 651n BGB verlangen. Bei Schadensersatzpflicht hat der
Veranstalter den Schadensersatz unverzüglich zu leisten.
15.7. Anrechnung von Entschädigungen
Hat der Reisende aufgrund desselben Ereignisses gegen den Veranstalter
Anspruch auf Schadensersatz oder auf Erstattung eines infolge einer Minderung zu
viel gezahlten Betrages, so muss sich der Reisende den Betrag anrechnen lassen,
den er aufgrund desselben Ereignisses als Entschädigung oder als Erstattung
nach Maßgabe internationaler Übereinkünfte oder von auf solchen beruhenden
gesetzlichen Vorschriften nach § 651p Abs. 3 BGB erhalten hat.
16. Haftungsbeschränkung
16.1. Die vertragliche Haftung des Veranstalters für Schäden, die nicht
Körperschäden sind, ist auf den dreifachen Reisepreis beschränkt, soweit ein
Schaden des Reisenden weder vorsätzlich noch grob fahrlässig herbeigeführt wird,
oder soweit der Veranstalter für einen dem Reisenden entstehenden Schaden
allein wegen eines Verschuldens eines Leistungsträgers verantwortlich ist.
16.2. Gelten für eine von einem Leistungsträger zu erbringende Reiseleistung
internationale Übereinkommen oder auf diesen beruhende gesetzliche
Bestimmungen, nach denen ein Anspruch auf Schadensersatz nur unter bestimmten
Voraussetzungen oder Beschränkungen geltend gemacht werden kann, so kann
sich der Veranstalter gegenüber dem Reisenden auf diese Übereinkommen und
die darauf beruhenden gesetzlichen Bestimmungen berufen.
16.3. Auf Ziff. 15.7. (Anrechnung von Entschädigungen) wird verwiesen.
17. Verjährung – Geltendmachung
17.1. Die Ansprüche nach § 651i Abs. 3 Nr. 2., 4. bis 7. BGB sind gegenüber dem
Veranstalter oder dem Reisevermittler, der die Buchung vorgenommen hat, geltend
zu machen.
17.2. Die Ansprüche des Reisenden – ausgenommen Körperschäden – nach §
651i Abs. 3 BGB (Abhilfe, Kündigung, Minderung, Schadensersatz) verjähren in
zwei Jahren. Die Verjährungsfrist beginnt mit dem Tage, an dem die Pauschalreise
dem Vertrag nach enden sollte.
18. Verbraucherstreitbeilegung und Online-Streitbeilegungsplattform
18.1. Unser Unternehmen nimmt nicht an einem Streitbeilegungsverfahren vor
einer Verbraucherschlichtungsstelle teil.
18.2. Online-Streitbeilegungsplattform: Die Europäische Kommission stellt
unter http://ec.europa.eu/consumers/odr/ eine Plattform zur Online-Beilegung
verbraucherrechtlicher Streitigkeiten für Vertragsabschlüsse über die Internetseite
des Veranstalters oder mittels E-Mail bereit.
Reiseveranstalter:
K-D-E Bustouristik Hamburg GmbH
Winsener Straße 172
21077 Hamburg
Telefon 040 - 76 81 223
info@kde-bustouristik.de
www.kde-bustouristik.de